Jakob-Wassermann-Preis

Am 11. März um 11 Uhr wird im Stadttheater der Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2007 an den Schriftsteller Robert Schindel verliehen. Die Stadt Fürth gedenkt mit der Vergabe alle zwei Jahre einen ihrer bedeutendsten Schriftsteller. Jakob Wassermann, der 1873 in Fürth geboren wurde, geriet nach seinem Tod 1934 literarisch in Vergessenheit, vor allem, weil die Nationalsozialisten seine Werke verboten. Sein umfangreiches Oeuvre verdient nach wie vor große Aufmerksamkeit.

Der erstmals 1996 verliehene, mit 10.000 Euro dotierte Jakob-Wassermann-Literaturpreis soll dazu beitragen. Aus Anlass des Stadtjubiläums wird er heuer einmal außerhalb des üblichen zweijährigen Turnus vergeben. Robert Schindel aus Wien erhält die Auszeichnung, da er mit Person und Werk für die von Wassermann propagierten Werte der Humanität, Toleranz und Gerechtigkeit steht. Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei.

Weitere Veranstaltungen: Ebenfalls am 11. März, um 17 Uhr, liest Robert Schindel im Kulturforum aus seinen Werken. Im Anschluss zeigt um 18.30 Uhr das Kino Uferpalast den Film „Gebürtig“ – die Verfilmung eines der bekanntesten Bücher Schindels.

Das „Literarische Café“ von Ernst Dietrich Hollmann wendet sich ebenfalls Wassermann zu und widmet ihm bereits am 10. März von 16 bis 17.30 Uhr im Bistro der vhs, Hirschenstraße 27, ein „Solo“. Hollmann, Literaturwissenschaftler, Schauspieler und Dramaturg, präsentiert in dieser Lesung verschiedene Texte Wassermanns, die illustrieren, warum er um 1900 einer der meistgelesenen deutschen Autoren war. Anmeldung in der vhs, Telefon 974-1700.

Im Stadttheater ist bis zum 2. Mai die Ausstellung „Wurzeln, Roots“ von Varda Sharon Kramer zu sehen. Vernissage ist am Sonntag, 11. März, vor der Wassermann-Preisverleihung um 10.15 Uhr im Foyer. Die israelische Künstlerin lebt und arbeitet in der Nähe von Haifa. Ihre Bildsprache schöpft aus der Kunstgeschichte und der antiken Mythologie. Die Anwendung verschiedener Techniken reflektiert die Innenwelt im Kontext mit der Realität.

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