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Hochkarätige Schau im neuen Stadtmuseum

Ein Meilenstein für die Innenstadtsanierung steht vor dem Abschluss und ein Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm des Jubiläumsjahres vor der Tür: Denn am 10. Februar öffnet das künftige Stadtmuseum „Ludwig Erhard“ zum ersten Mal seine Pforten und wartet mit einer hochkarätigen Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte, der Stadt Fürth und des Bayerischen Handwerkstags auf. In dem geschichtsträchtigen Ort, dem früheren Pennal in der Ottostraße, in dem neben den Wirtschaftswunderminister auch Gustav Schickedanz einst in die Schule ging und das nun generalsaniert und umgebaut wurde, ist bis zum 29. Juli die Schau „Aus den Hinterhöfen zur Weltspitze – Handwerk im modernen Franken“ zu sehen.

Das Plakat zur Ausstellung „Aus den Hinterhöfen zur Weltspitze – Handwerk im modernen Franken“.

Grafik: Haus der der Bayerischen Geschichte

Im Mittelpunkt: der Weg der Handwerker in das Industriezeitalter bis in die Gegenwart. 1807 gehörte Fürth seit einem Jahr zum Königreich Bayern; 1808 folgte die Erhebung zur Stadt. Tief in das Leben der Menschen eingreifende Reformen, eine „Revolution von oben“, zwangen damals die alten und neuen Untertanen aller Landesteile in einen gemeinsamen Staat. Der Weg dieses neuen Bayern in die Moderne brachte Veränderungen in Wissenschaft, Technik, Politik und Kultur mit sich. Sie spiegelten sich in besonderer Weise in der Entwicklung des Handwerks wider.

Mit seiner Kenntnis um Materialien, Werkzeuge und Techniken bildet dieser wichtige Berufszweig eine Grundlage unserer Kultur und die Basis für neue Entwicklungen. Aus ihm stammen viele Pioniere der Technik, wie der Physiker Georg Simon Ohm. Allerdings verschwanden mit der industriellen Massenfertigung viele traditionelle Berufe. Dennoch ist es dem Handwerk immer wieder gelungen sich dem Wandel anzupassen. Auch in den letzten 200 Jahren unterlag es mehrfach einem Strukturwandel, der erfolgreich gemeistert wurde.

Die Ausstellung zeigt die Verhältnisse im Fürth des 19. und 20. Jahrhunderts mit der für den „Gewerbe- und Fabrikort“ typischen Herstellung von Spiegeln und Metallpulvern, von Möbeln und Spielzeug, von manchem heute vergessenem Gewerbe bis hin zur Entwicklung des Handels. Berühmte Persönlichkeiten, an denen es in Fürth nicht mangelt, gehören dazu.

Das 21. Jahrhundert birgt jetzt neue Herausforderungen. Handwerk in Franken kann im internationalen Wettbewerb nur bestehen mit der Qualität seiner Ausbildung, seiner Produkte und Dienstleistungen. Der Blick in die Zukunft zeigt, wie es den Wandel durch die neuen Techniken und Werkstoffe mit Aufgeschlossenheit für Innovationen und Flexibilität bewältigt.

Die Ausstellung ist bis zum 29. Juli 2007, jeweils von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen und Führungen bei der Tourist-Information unter 740 66 15.



Dieser Artikel wurde am 30.01.2007 erstellt
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