Vor 750 Wahrscheinlich vor der Mitte des achten Jahrhunderts entstand Fürth als königlicher Stützpunkt an der wichtigen West-Ost-Straße von Frankfurt über Würzburg nach Regensburg. Dass Karl der Große 793 Fürth gegründet hat, ist eine Sage. |
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 | | 1007 König Heinrich II. verschenkte Fürth, das in seinem Besitz war, an den Dompropst des neu gegründeten Bistums Bamberg. Die Urkunde über diese Schenkung erwähnt Fürth zum ersten Mal sicher als „locum Furti“ (= Ort Fürth). Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine Gründungsurkunde. Es wurde ein bereits etablierter Ort verschenkt. |
| Fürth gehörte nun nicht mehr dem König, sondern diente nur noch zur wirtschaftlichen Versorgung der Bamberger Domherren. Damit war es zur Provinzialität verurteilt. Die in Fürth angelegte Entwicklung übernahm bald darauf Nürnberg als neuer königlicher Ort an der wichtigen Reichsstraße. |
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 | | 1062 Sogar das Marktrecht hatte König Heinrich III. (1039-1056) von Fürth weg an Nürnberg gegeben. Sein Sohn Heinrich IV. verlieh es aber 1062 erneut auch an Fürth. Über Jahrhunderte war Fürth nun ein Marktflecken. |
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 | | Um 1100 Der Bau der Michaelskirche wurde begonnen. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird aber von der Spätgotik, also von den Bauverweiterungen und –veränderungen des 15. Jahrhunderts bestimmt. |
| Über Jahrhunderte war die Michaelskirche das einzige monumentale Gebäude in Fürth. Allein ihr Turm charakterisierte die Orts-Silhouette. |
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 | | 1314 Ein Datum mit einem komplizierten juristischen Vorgang, der einen jahrhundertelangen besonderen Zustand in Fürth erklärt, die Dreiherrschaft. |
| Nachdem König Heinrich II. Fürth an den Dompropst von Bamberg verschenkt hatte, musste dieser, da Geistliche die Hochgerichtsbarkeit nicht ausüben durften, einen Vogt einsetzen. Die Grafen von Abendberg hatten bis zum Aussterben ihres Geschlechts im Jahr 1200 die Vogtei über Fürth inne. Sie wurden von den Zollern beerbt. 1314 schenkte Burggraf Konrad der Fromme aus dem Geschlecht der Zollern die Vogtei über Fürth an Bamberg zurück. Diese Schenkung Konrads des Frommen, der sich mit seinem Bruder, dem regierenden Burggrafen, die Rechte teilte, wurde von seiner Familie nicht anerkannt. Ständiger Streit zwischen den Zollern, den späteren Markgrafen von Ansbach, und dem Bamberger Dompropst, war die Folge. Dazu kam noch die Reichsstadt Nürnberg, die ebenfalls Rechte über Fürth beanspruchte, Diese Dreiherrschaft dauerte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Sie prägte die Fürther Geschichte. Der Dauerstreit zwischen den rivalisierenden Herren ließ eine Förderung des Marktfleckens Fürth kaum zu. |
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1525 In Fürth wurde – gleichzeitig mit Nürnberg - die Reformation eingeführt. |
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1528 Der Markgraf von Ansbach erlaubte einem Juden, sich gegen ein hohes Schutzgeld in Fürth niederzulassen. Schon früher, 1440, wurden Juden in Fürth erwähnt. Aber mit dem Jahr 1528 setzte die kontinuierliche Ansiedlung von Juden in Fürth ein. |