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Die Erbschaft, die ihm seine Eltern hinterließen, erlaubten dem Philanthropen, sich vielseitig zum Wohl Bedürftiger zu engagieren. Sein bekanntestes Engagement ist das von ihm 1906 gestiftete Fürther Kinder- und Wöchnerinnenheim, der "Nathanstift", in dem mancher noch heute lebender Fürther das Licht der Welt erblickt hat. Es war dies die erste Einrichtung dieser Art in Bayern, durch die die hohe Säuglingssterblichkeit bekämpft werden sollte. Darüber hinaus gab er Mittel für gemeinnützige und Fürsorgezwecke, für Stadtverschönerung, für Wohnungsbeschaffung u. v. m.
Nathan war aber auch schriftstellerisch tätig und viele Gedichte aus seiner Feder dokumentieren die Liebe zu seiner Heimatstadt. 1906 zeichnete ihn die Stadt Fürth mit der Ehrenbürgerwürde für seine umfassenden Verdienste als selbstlos tätigen Menschenfreund aus. Als er 1922 starb, hatte Nathan rund 3 Millionen Mark gestiftet. Eine auch heute noch ungeheure Summe, die er, der selbst bescheiden lebte, selbstlos zum Wohl seiner Mitbürger einsetzte. |