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Alfred Louis Nathan (1870 – 1922)

Alfred Louis Nathan   Der Sohn der Bankiersleute Sigmund und Amalie Nathan wurde in der Friedrichstraße geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Erlangen und Referendarjahren in Fürth, Reichenhall und München ließ sich Alfred Louis Nathan zunächst als Anwalt in der bayerischen Landeshauptstadt nieder. Auf Grund seines angegriffenen Gesundheitszustandes übersiedelte er nach Bad Reichenhall und lebte abwechselnd dort und in Meran.
     

Die Erbschaft, die ihm seine Eltern hinterließen, erlaubten dem Philanthropen, sich vielseitig zum Wohl Bedürftiger zu engagieren. Sein bekanntestes Engagement ist das von ihm 1906 gestiftete Fürther Kinder- und Wöchnerinnenheim, der "Nathanstift", in dem mancher noch heute lebender Fürther das Licht der Welt erblickt hat. Es war dies die erste Einrichtung dieser Art in Bayern, durch die die hohe Säuglingssterblichkeit bekämpft werden sollte. Darüber hinaus gab er Mittel für gemeinnützige und Fürsorgezwecke, für Stadtverschönerung, für Wohnungsbeschaffung u. v. m.

Nathan war aber auch schriftstellerisch tätig und viele Gedichte aus seiner Feder dokumentieren die Liebe zu seiner Heimatstadt. 1906 zeichnete ihn die Stadt Fürth mit der Ehrenbürgerwürde für seine umfassenden Verdienste als selbstlos tätigen Menschenfreund aus. Als er 1922 starb, hatte Nathan rund 3 Millionen Mark gestiftet. Eine auch heute noch ungeheure Summe, die er, der selbst bescheiden lebte, selbstlos zum Wohl seiner Mitbürger einsetzte.

 

Spuren:

Nathanstift, Tannenstraße 17



Dieser Artikel wurde am 25.07.2005 erstellt
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