Oft wird Fürth als "Stadt der Quelle" bezeichnet. Der Gründer dieser Quelle, Gustav Schickedanz, begann 1923 mit einer Großhandlung für Kurz-, Weiß- und Wollwaren.
 |
 |
Vier Jahre später ging daraus das Versandhaus Quelle hervor. Die neue Idee des Versandhandels stammte aus den USA. Gustav Schickedanz übernahm dieses System, passte es den deutschen Verhältnissen an und perfektioniert es. |
| |
|
| Vom Familienbetrieb, der seinen Kunden Wolle, Knöpfe, Hosenträger und Schürzenbänder, Schreibwaren, Messer und Wäsche ins Haus lieferte, führte der Weg zu einem Großunternehmen, bei dem eigentlich alles bestellt werden kann. Mit seiner zweiten Frau Grete, die 1927 als Lehrmädchen in die Firma eingetreten war, brachte Gustav Schickedanz nach dem Zweiten Weltkrieg die Quelle in kurzer Zeit wieder hoch. 1949 betrug der Umsatz bereits 12. Millionen DM, 1958 450 Millionen DM und 1972, nach Eingliederung vieler anderer Unternehmen in den Konzern, 5 Milliarden DM. Im wiedervereinten Deutschland haben sich die Quelle-Aktivitäten nach Leipzig verlagert.
Nicht nur wegen ihrer Wirtschaftstätigkeit, sondern auch wegen ihrer sozialen Einstellung und sehr vieler großer und kleiner Stiftungen ehrte die Stadt Fürth beide mit der Ehrenbürgerwürde.
Spuren: Gustav-Schickedanz-Straßein der Innenstadt; Grete-Schickedanz-Altersheim, Friedrich-Ebert-Straße 4; Dr.-Gustav-Schickedanz-Hauptschule auf der Schwand. |