Viel bekannter als sein Name ist das, was Wilhelm Löhe geschaffen hat, die Neuendettelsauer Diakonissenanstalt.
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Schon dem Theologiestudenten Löhe, der aus einem Fürther Spezereigeschäft stammte, war klar geworden, dass das Handeln für den Nächsten Grundlage christlichen Lebens sein müsse. In diesem Geist gründet er 1854 sein Diakonissenwerk. | 1836 war Löhe Pfarrer in Neuendettelsau im westlichen Mittelfranken geworden. Eigentlich hätte er lieber in einer großen Stadt gewirkt, aber seine Bewerbungen um Pfarrstellen in Augsburg, Nürnberg, Fürth und Erlangen waren vergeblich. Denn mit seinen Aufsehen erregenden Predigten, in denen er sehr direkt Kirchenkritik übte, hatte er sich unbeliebt gemacht. Seine eigentliche Aufgabe erfüllte sich deshalb im kleinen und bis dahin unbekannten Neuendettelsau. 1849 gründete Löhe eine Missionsgesellschaft zur Bekehrung der Indianer und 1854 die Diakonissenanstalt, die die tätige Nächstenliebe als den wichtigsten Dienst der Kirche praktizieren sollte.
Spuren: Geburtshaus mit Gedenktafel, Königstraße 27; Wilhelm-Löhe-Straße in der Altstadt; Löhe-Denkmal von Johannes Götz (1928) auf dem Kirchenplatz vor St. Michael. |