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Bernhard Kellermann (1879-1951)
Der Schriftsteller Bernhard Kellermann lebte nur neun Jahre in Fürth. Nach dem Tod des Vaters, eines Magistratssekretärs der Stadt Fürth, zog die Mutter mit ihren fünf Kindern in ihre Heimatstadt Ansbach um und schaffte es, allen eine gute Ausbildung zukommen zu lassen.

    Der später berühmt gewordene Bernhard studierte Kunsterziehung, wandte sich aber bald der Schriftstellerei zu. 1904 erschien sein erster Roman Yester und Li, der ihm, ebenso 1906 Ingeborg großen Erfolg einbrachte.
     
  Am bekanntesten wurde der Bestseller Der Tunnel (1913), ein Science-Fic­tion-Roman mit sozialkritischer Grundtendenz, der den Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Atlantik beschreibt. Die Darstellung der Technik und der schnellen Arbeitsabläufe traf das Lebensgefühl der Menschen kurz vor dem Ersten Weltkrieg. In 25 Sprachen übersetzt, wurde Der Tunnel ein Welterfolg.
     
Eigentlich als Kriegsberichterstatter im Ersten Weltkrieg eingesetzt, entwickelte sich Keller­mann zum Pazifisten. Sein Roman Der 9. November (1921) zeigt diesen Wandel deutlich. Die Nationalsozialisten verbrannten das Buch 1933 öffentlich.

Kellermanns letzter großer Roman Totentanz (1948) handelt von Mitläufern im Dritten Reich als der Stütze des nationalsozialistischen Regimes.

Bernhard Kellermann, der den Krieg in Werder im Havelland überlebt hatte, blieb in der Ost­zone und versuchte, als Pazifist und Antifaschist einen demokratischen Neuanfang mitzu­gestalten. Zunächst war er in der DDR hochgeehrt und vielgedruckt. Dennoch blieb er ein bürgerlicher Schriftsteller, in dessen Romanen es keinen „Klassenkampf“, keinen „Gegensatz zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat“ gibt, wie man ihm später vorwarf. Bevor er mit den Machthabern der DDR in Konflikt geraten musste, starb Kellermann 1951 in Potsdam.

Spuren:
Geburtshaus: Hallemannstraße 6;
Kellermannstraße in der Südstadt.



Dieser Artikel wurde am 27.01.2005 erstellt
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