Aktuelles Stadtgeschichte Themen Programm Service Forum Presse

Sponsoren
Home/Stadtgeschichte/Bedeutende Personen

Johannes Götz (1865-1934)
Der Bildhauer Johannes Götz stammt aus einer Fürther Handwerkerfamilie, die schon früh seine künstlerische Begabung erkannte und förderte.

Nach einer ersten Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg ging Götz an die Berliner Akademie und genoss dort eine Ausbildung in dem von Wilhelm II. geförderten Stil des Historismus. Der junge Künstler konnte sich mit großen Aufträgen in Berlin, Wittenberg, Magdeburg, auf der Saalburg und in Korfu besonderer kaiserlicher Protektion erfreuen. Sehr ehrenvoll war seine Mitarbeit am Fassadenschmuck des Berliner Doms.

    Götz’ kleinere Arbeiten waren vor allem Porträtbüsten und Statuetten, mit denen er seinen Stil weiterentwickelte. Viele dieser Figuren wurden in einer Berliner Gießerei vervielfältigt und fanden so weite Verbreitung.
     
Obwohl Götz seit 1884 in Berlin lebte, pflegte er den Kontakt zu seiner Heimatstadt sehr intensiv. Deshalb bekam er auch aus Fürth viele Aufträge. Von ihm stammen der Jugendbrunnen vor der Feuerwache, die Büsten von Heinrich Berolzheimer im Berolzheimerianum, von Alfred Nathan und dessen Eltern im ehemaligen Nathanstift, von Wilhelm Löhe auf dem Kirchenplatz sowie von den jüdischen Fabrikbesitzern Jonas und Adolf Heymann. Nachdem Johannes Götz für seine Eltern das hervorragende Grabmal Der müde Wanderer geschaffen hatte, bestellten viele bekannte Fürther Familien (u. a. Humbser, Eckart, Grüner, Willmy, Heymann) bei dem berühmten Berliner Professor Grabsteine.

Für die 1927/8 erbaute Jahnturnhalle stiftete Johannes Götz das Relief Griechische Ringer, das er schon 1890 geschaffen hatte.

1934 starb Götz in Potsdam.

Spuren:
Johannes-Götz-Weg in Dambach;
Jugendbrunnen vor der Feuerwache;
Büsten von Berolzheimer im Berolzheimerianum,
von Alfred Nathan und seinen Eltern im Nathan-Stift,
von Wilhelm Löhe auf dem Kirchenplatz;
Relief der griechischen Ringer im Treppenhaus der Jahnturnhalle;
Grabstein „Der müde Wanderer“ und viele andere auf dem Fürther Friedhof;
Statue „Die Sklavin" im Foyer des Klinikum.


 



Dieser Artikel wurde am 27.01.2005 erstellt
zurueckZurück Druckendrucken

2021 © Stadt Fürth - Impressum
Team Home Sitemap