Hans Böckler wurde nicht in Fürth geboren, kam aber bereits als ganz kleines Kind 1876 mit seinen Eltern in unsere Stadt.
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Sein Vater war Dienstknecht, seine Mutter Tagelöhnerin. Die Eltern hofften, in der aufblühenden Industriestadt Arbeit zu finden. Hans erlernte einen typischen Fürther Beruf, die Metallschlägerei, und erlebte die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der Industrialisierung mit langen Arbeitszeiten und mit den nur das Existenzminimum sichernden Löhnen. |
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| Diese soziale Realität durch Herkunft und Beruf führte zu Böcklers Engagement in Gewerkschaft und Politik. 1901 wurde er Vorsitzender des Fürther Gewerkschaftskartells, 1902 Stadtrat. Allerdings verließ er schon 1903 Fürth, um im Saarland höhere Gewerkschaftsaufgaben zu übernehmen.
Nach dem Ersten Weltkrieg wählten ihn die Metallarbeiter zum ersten Bevollmächtigten ihres Verbandes. Unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer war Böckler Stadtrat in Köln und dessen vehementer politischer Gegner. 1928 zog er als sozialdemokratischer Abgeordneter in den Reichstag. Die Nationalsozialisten nahmen 1933/34 in "Schutzhaft".
Nach dem Krieg war Böckler einer der Mitbegründer der Einheitsgewerkschaft DGB und bis zu seinem Tod 1951 ihr erster Vorsitzender. Sein ehemaliger Kontrahent Bundeskanzler Adenauer brachte ihm nun großen Respekt entgegen.
Spuren: Böcklers letzte Fürther Wohnung: Königstraße 23, 2. Stock; Hans-Böckler-Straße in Poppenreuth; Hans-Böckler-Schule, Fronmüllerstraße 30; Gedenktafel am DGB-Haus, Königswarterstraße 16. |