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Jakob Wassermann (1873-1934)
Wie Jakob Wassermann später selbst sagte, erwarb er seine Fähigkeiten zum Dichten in seiner schlimmen Kindheit in Fürth, die geprägt war von materieller Not, vom frühen Tod der geliebten Mutter, von der Hartherzigkeit des Vaters und der Stiefmutter.

  Mit seiner sprühenden Phantasie und seiner unbändigen Lust zum Fabulieren versuchte Wassermann, in der armseli­gen und harten Wirklichkeit zu bestehen. Ganz früh entwickelte der junge Jakob literarische Ambitionen.

Die Eltern unterbanden jedoch systematisch seine Neigung und wollten ihn in einen kaufmännischen Beruf zwingen. Durch die vielen negativen Erfahrungen in seinem Elternhaus wurden seine spätere literarische Tätigkeit und seine engagierte Bot­schaft der Humanität, Toleranz und Gerechtigkeit entscheidend geprägt.

Zunächst lebte Wassermann aber als gescheiterte Existenz in München, bis er 1896 Redakteur beim Simplicissimus wurde und bald auch als Autor in Erscheinung trat. 1898 zog Wasser­mann nach Wien, 1919 nach Altaussee in der Steiermark. Seine Romane erlebten hohe Aufla­gen und wurden in alle Kultursprachen übersetzt. Thomas Mann bezeichnete Wassermann als einen "Weltstar des Romans".

1933 durch die Nationalsozialisten geächtet, starb Jakob Wassermann, an Deutschland ver­zweifelt, am 1. Januar 1934 in seiner Wahlheimat Altaussee. Wassermanns frühe Erzählung Schläfst du Mutter? handelt von seiner Kindheit in Fürth.

Die wichtigsten Werke:
Die Juden von Zirndorf (Roman, 1897)
Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens (Roman, 1908)
Das Gänsemännchen (Roman, 1915) 
Mein Weg als Deutscher und Jude (Autobiographie, 1921) 
Der Fall Maurizius (Roman, 1928)

Spuren:
Gedenktafel am Haus Alexanderstraße 13, Nachfolgebau des zerstörten Geburtshauses;
Jakob Wassermann-Straße in der Südstadt;
Seit 1995 Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth;
Barbara Ohm: Jakob Wassermann und Fürth. Von den Wurzeln seines Werkes. 1998.



Dieser Artikel wurde am 14.01.2005 erstellt
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