Leopold Ullstein wuchs als dritter Sohn des Papiergroßhändlers Hayum Hirsch Ullstein auf, der seine Papiere in ganz Deutschland, vor allem an Zeitungen, verkaufte.
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1855 ging Leopold nach Berlin und begann dort mit einer eigenen Papierhandlung. Seine eigentliche Passion aber erfüllte er sich 1877, als er mit einer Druckerei auch eine Zeitung erwarb. Dazu kamen in den nächsten Jahren viele weitere Blätter. |
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| Am wichtigsten war für Ullstein die Berliner Zeitung. Dieses liberale Blatt wurde sein politisches Sprachrohr. Es wandte sich gegen Bismarcks „Kanzler-Absolutismus“ und wollte, „dass das deutsche Volk frei sei“. Ullstein starb als hochgeachteter und erfolgreicher Zeitungsherausgeber. Seine fünf Söhne führten das Unternehmen weiter und gründeten 1905 den Ullstein-Buchverlag.
Spuren: Geburtshaus mit Gedenktafel: Mohrenstraße 2; Leopold-Ullstein-Realschule, Sigmund-Nathan-Straße 1; Ullstein-Straße in der Südstadt. |