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Jakob Henle (1809-1885)
Im 19. Jahrhundert hat die Medizin ihre größten Fortschritte gemacht. Einer der herausragenden Wissenschaftler dieser Zeit war der Anatom Jakob Henle. Er stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die in Fürth großes Ansehen genoss.

   

Aber die fehlende Gleichberechti­gung der Juden in Bayern veranlasste die Familie Henle, ins Rheinland überzusiedeln, um für die hochbegabten Kinder die dort besseren Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen.

Jakob Henle studierte in Bonn und Berlin Medizin und widmete sich danach der Anatomie. Entscheidend für seine spätere Bedeutung war die Einführung des Mikroskops in medizini­schen Unterricht und Forschung.

     
Henle entdeckte und beschrieb den feingeweblichen (= his­tologischen) Aufbau der unterschiedlichen Zellverbindungen und fand im Blick durch das Mikroskop viele Einzelheiten im Aufbau der Organe. Bis heute tragen die haarnadelförmigen Nierenkanälchen die Bezeichnung Henlesche Schleifen.

Henle war Professor für Anatomie in Zürich, Heidelberg und Göttingen. Er galt als genialer Lehrer. Gottfried Keller hat ihm in seinem Roman Der grüne Heinrich mit der Schilderung einer medizinischen Vorlesung ein literarisches Denkmal gesetzt. Sowohl in die seriöse als auch in die triviale Literatur seiner Zeit ging Henles erste Ehe mit einem ganz einfachen Dienstmädchen ein, das er zuvor, wie Eliza bei George Bernard Shaw, durch die harte Kur einer späten Erziehung zu einer Dame der Gesellschaft hatte gehen lassen.

Spuren:
Geburtshaus mit Gedenktafel in der Helmstraße 9; Jakob-Henle-Straße am Klinikum; Jakob-Henle-Haus (Dialysezentrum) mit Büste, Robert-Koch-Straße 21.



Dieser Artikel wurde am 27.01.2005 erstellt
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